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ICD10/11 vs. DSM 5

Aktualisiert: 1. Jan. 2023

In der Psychiatrie und Psychologie gibt es zwei Klassifikationssysteme, die üblicherweise zur Diagnose von psychischen Störungen verwendet werden. Die WHO hat die ICD eingeführt, die 11te Version ist seit 1.1.2022 in Kraft, wird aber meist noch nicht verwendet. Die ICD wird in Europa am häufigsten verwendet, da auch Ärzte ihre Codierung verwenden. Der Abschnitt der psychischen Störungen und Verhaltensstörungen ist hier der Code F, und reicht von F0x für organische psychische Störungen über F1x (Substanzenbedingte Störung), F2x (Schizophrenie) bis zu Entwicklungsstörungen und Störungen mit Beginn in der Kindheit. Das DSM (Diagnostic and statisctic Manual) wurde von der APA (American Psychology Association) als Alternative zur ICD kreiert. Ein offensichtlicher Unterschied ist, dass es keine numerische Kodierung gibt, worauf die APA großen Wert legte. Das DSM ist deutlich ausführlicher als die ICD, es werdenen auch Angaben über Prävalenz, Risikofaktoren, kulturelle Themen und Verlauf gemacht. Weiters gibt es im DSM eine Kategorie "Neurokognitive Störungen", in der Lewy-Körpeer-Demenz klassifiziert wird, diese wird in der ICD unter organische Störungen sehr allgemein kategorisiert. Auch gibt es im Bereich "der Spielsucht einen Unterschied, hier ordnet die ICD10 pathologisches Spielen unter Störungen der Impulskontrolle (F63) ein, DSM ordnet es bereits den Süchten zu.
Generell ist als kritisch anzumerken dass laut Petermann, Maercker, Lutz und Strangier (2011) ätiologische Faktoren in der Klassifikation keine Bedeutzung zugeschrieben wird, was die Gründe der Störungen genau genommen ausklammert.
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